Eine Novembernacht im Hause T. in B, es stürmt und regnet draußen.
Wir schlafen eher unruhig.

Um 2:13 Uhr fragt der Mann: „Was ist denn das für ein Geräusch?“

„flatterflatterbumm“

Jetzt höre ich das auch. Hm… das ist neu, das Geräusch.

*flatterflatterbumm*

In Gedanken sehe ich schon den Einbrecher unsere Haustür aufbrechen.

*flatterflatterbumm*

Wir schalten die Nachttischbeleuchtung an.

Da – wieder *flatterflatterbumm*

„Das kommt auf jeden Fall von unten irgendwo“ meint der Mann und setzt sich auf.

*flatterflatterbumm*

Das Kind schläft zwischen uns friedlich weiter, während wir etwas unruhig werden.

„Ich glaube, da müssen wir mal gucken gehen“ sage ich und meine:
„Los, Mann, geh runter und guck was das ist!“

Der Mann schwingt mutig seine Beine aus dem Bett und geht zur Treppe.

*flatterflatterbumm*

Ich setze mich auf die Bettkante, der Mann geht mutig die Stufen nach unten…

Mein Herz pocht bis zum Hals und ich sage mir selber immer wieder mantramäßig vor „Der Mann hat einen schwarzen Gürtel, da passiert schon nichts“

Dabei halte ich unseren immer noch tiefschlafenden Sohn im Arm.

*flatterflatterbumm*

„Von der Haustür kommt das nicht, da ist was im Wäschekeller! Ist die Tür dort geschlossen? Hast Du das Fenster dort offen?“

„Ja, sicher. Da hängt doch Wäsche.“

*flatterflatterbumm*

Der Mann geht in den Keller, horcht an der Tür zum Wäschekeller.

„Wenn ich da die Tür jetzt aufmache, springt mich das bestimmt an!“

*flatterflatterbumm*

„Aber wir müssen doch wissen, was das ist!“
Schlaue Kommentare aus sicherer Entfernung waren schon immer meine Stärke.

*flatterflatterbumm*

Der Mann öffnet mit einem Ruck die Tür.

„Aha.“

Staubtrocken sagt er das und kommt mit einem kaum unterdrückten Lachen wieder nach oben.

„Was war das denn?“
Mittlerweile denke ich an einen verirrten Vogel oder ein versehentlich eingesperrtes Katzentier.

„Die Dampfsperrre (Folie!), die wir letzte Woche unter den Kork im Kellerflur gelegt haben.. ich habe den Rest hinter die Tür im Wäschekeller gelegt und der Wind steht so komisch, dass die Folie herumgeflattert und immer wieder vor die Tür geflogen ist. Ich hab` das Fenster jetzt geschlossen.
Und jetzt sollten wir besser schlafen. Der Einbrecher ist ja jetzt gefasst.“

Das Kind hatte Besuch von einem neuen Freund.

Und dieser Freund (5 Jahre alt, Migrationshintergrund) genießt offensichtlich eine etwas sonderbare *hust* Erziehung.

Er hört nämlich nicht auf Frauen. Gar nicht.

„Zieh bitte Deine Jacke an, wenn Du rausgehen möchtest!“ (Reaktion: keine)
„Möchtest Du noch etwas essen? (Reaktion: keine)
„Zieh bitte Deine Schuhe aus, bevor Du nach oben gehst!“ (Reaktion: mit Schuhen die Treppe hinauf gehen)
„Dein Papa ist da, Du wirst abgeholt! Kommst Du bitte mit nach unten!?“ (Reaktion: keine)

Glücklicherweise war der Mann im Haus und konnte eingreifen (und mich beruhigen, ich war nämlich etwas… nun ja, nennen wir es gereizt).

Bitte, was macht man denn in solch einem Fall?
Den Kontakt unterbinden? Das wäre doch irgendwie schade.

Diesen Jungen nur noch einladen, wenn der Mann im Haus ist? Das ist nicht wirklich die Lösung, da dies zu „Kinderbesuchszeiten“ eher eine Seltenheit ist.

Das Prospekt preist an:

„Während die Kinder spielen, können es sich die Eltern in entspannter Atmosphäre in unserer bequemen Sitzecke gut gehen lassen.“

Entspannte Atmosphäre = Neonbeleuchtung
Bequeme Sitzecke = Bierzeltgarnituren
gut gehen lassen = Kaffee (Ihhhhhhhhhh) aus Automaten trinken und Zeitschriften von 2008 lesen

Irgendwas habe ich da falsch verstanden.

Aber immerhin hatte das Kind seinen Spaß.

Anlässlich des Geburtstags vom besten Freund des Mannes waren wir bowlen.

Also, ich hätte ja mal nicht gedacht, dass das so schwer ist, diese Kugel dahin zu bekommen, wo man sie gerne hätte :-/

.. haben die Menschen, fürchte ich.

Erinnern Sie sich an diesen Eintrag?

Das geht schon wieder los.

Manchmal soll man Dinge entscheiden, von denen man gar nicht mehr  gedacht hätte, dass sie noch zum Thema werden könnten.

.. über einem Regal ein Schild mit den Worten

„Aufreißen der  Verpackung verpflichtet zum Kauf!“

hängt,

fühlen Sie sich dann auch dazu aufgefordert,  UNBEDINGT alle Verpackungen aufzureißen, auszuräumen und Artikel und Verpackung jeweils getrennt voneinander quer im Regal zu verteilen?

Nein?

Dann sind Sie aber ein seltener Vertreter der Gattung Mensch.

… was irgendwie unheimlich ist?

Wenn man an einem Ort, den man mehrmals wöchentlich aus beruflichen Gründen aufsuchen muss, erzählt bekommt, dass dieser am vorherigen Arbeitstag von einem bewaffneten Mann ausgeraubt wurde.

Während der Geschäftszeit.

„Weil Traurigkeit viele Gesichter hat und längst nicht alle hässlich sind.
Weil aus Wut und Verzweiflung und Abgrund doch wieder Liebe wird, irgendwann.
Weil der Tod das Leben bewegt und verändert. Wachsen lässt.“

So schrieb jemand in meinem Stammforum und es ist wahr, so wahr.

Unvergessen, Engelchen.

Ich hab`Dich lieb.

Es gibt Dinge, die nerven mich. Sehr.

Unehrlichkeit gehört dazu und Unpünktlichkeit auch.

Aber am schlimmsten finde ich es, wenn jemand unfair ist…

„…in guten und in schlechten Zeiten…“
So manchem Menschen sei empfohlen, sich den Sinn dieser Worte noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen.

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